Rezension: Live fast, play dirty, Get NAKED





Titel: Live fast, play dirty, Get NAKED
Autor: Kevin Brooks
Verlag: dtv
Preis: (D) 14,90 Euro
Meine Wertung: 3 Schmetterlinge
ISBN: 978 3 423 24957 7
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» ›Naked‹ - die Punkrockband ist Lilis große Liebe. Sie genießt die Auftritte als Bassistin der Band, die Wucht und Intensität der Musik, das ganze Lebensgefühl der Londoner Musikszene im Jahr 1976. Und es wird noch besser, als der begnadete Musiker William Bonney zu ihnen stößt: ein Gewinn für die Band und für Lili, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Doch für William gibt es noch andere Dinge als die Musik. Er trägt ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich …«













Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie mir das Buch gefallen hat. Deshalb hat es auch jetzt so lange gedauert, bis ich diese Rezi hier gepostet habe...

Okay dann fange ich mal an:
Die Protagonistin Lili ist noch jung, musste aber trotzdem schon einiges mitmachen, denn ihre Mutter ist (salopp ausgedrückt) manchmal richtig durchgeknallt und dann plötzlich wieder normal und das alles nur wegen Lilis Vater, der ihre Mutter verlassen hat. Sie ist eine begabte Pianistin und spielt leidenschaftlich gern, dazu hegt sie eine heimliche Bewunderung für Curtis, der den absolut Coolen mimt, der Jeden und Alles kennt.
Tja und als er sie dann eines Tages fragt, ob sie mal zu einer Probe seiner Band »Naked« kommen möchte, nimmt die Geschichte ihren Lauf...
Sie wird die neue Bassistin von »Naked«, bandelt mit Curtis an und die Band wird schon bald bekannter.
Dann tritt William Bonney in ihr Leben und sie verliebt sich langsam in ihn, in den Jungen, der als »Billy the kid« bekannt wird und dessen Geschichte Lili berührt und sie selbst Teil wird...

Alsoooooo... Vorerst: Wer mit dieser Musikrichtung nichts anfangen kann, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen, sonst verliert die Geschichte zu viel von ihrem "Flair", ihrem Drumherum, was eine bedeutende Rolle spielt.

Dem Buchrücken zu entnehmen handelt es sich ja eigentlich nicht nur um einen Musikroman, sondern auch um eine Liebesgeschichte.
Tja, wenn man die Beziehung von Lili und Curtis, die über dreiviertel des Buches geht, mal außen vor lässt, dann bleibt da nicht mehr viel übrig.
Ich habe mich als wieder gefragt, wann es denn endlich mal um das geht, was hinten auf dem Buch drauf steht, doch da musste ich lange warten. William hatte seinen ersten Auftritt erst bei der Hälfte des Buches und sie verliebte sich auch nicht sofort ihn, deswegen dauerte das alles so lange.

Und dann Curtis: Es war klar, dass er mit Lili zusammenkommen wird, dass er seine Beziehung aber nicht allzu ernst nimmt... Ja okay. Aber muss er sich dann immer mehr und mit immer härteren Zeug so zudröhnen?!
Aber jetzt kommt das eigentliche: Lili hat so gut wie nie was gesagt. Ihr war es nicht direkt egal, aber sie hat meistens ihre Klappe gehalten und war ziemlich naiv, was das anbelangte.

Und das Ende erst: Sehr vorhersehbar und kurz in manchen Dingen. Mehr sage ich nicht dazu, sonst nehme ich euch noch mehr vorneweg ;)

Der Schreibstil des Autors... Naja. Einfach und auf den Punkt gebracht, würde ich sagen. Das Wort Punkt ist anscheinend Kevin Brooks Lieblingswort ("Das ist nicht der Punkt, in diesem Punkt waren wir uns nicht einig" nur so als Beispiel) , denn das kam wirklich sehr oft vor und dann denkt man sich schon »Hmmmm, das hätte man auch anders formulieren können. Wortwiederholungen nerven ganz schön«. 
Dann hatte ich eine Idee, was diesen Punkt anbelangt, vielleicht hat er das mit Absicht gemacht (wahrscheinlich aber doch nur Zufall) und das ist so eine Art Floskel
--> Punkt - Punk
Wer weiß, wer weiß...

An der Musik habe ich nichts und würde ich nie etwas auszusetzen haben. Die paar Auftritte, die er beschrieben haben, konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen.










Ich finde das Cover passt sehr gut zu der Geschichte und gefällt mir, da ich mir jedes Mal wieder vorstelle, dass ich da gerade selbst im Publikum stehe, auf einem Konzert von »Naked«.










So schlecht war das Buch jetzt auch nicht, aber auch nicht der Burner. Einmal lesen genügt und der Klappentext könnte zutreffender sein - präziser.
Ich vergebe 3 von 5 Schmetterlingen.


Eure

Kommentare:

  1. Hmm, naja, ich dachte Kevin Brooks ist ein Engländer, nur so. Das heißt: Das mit Punk-t- kann nicht sein und vllt lag es auch am Übersetzer, denn die englische Sprache und die Deutsche stimmen eben nicht genau überein, so kann es vorkommen, dass der Übersetzer zu simpleren Wörtern greifen muss.

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  2. Eine Liebesgeschichte muss ja nicht so trivial daherkommen. Dieser Roman hat außerdem noch eine Handlung, die ich sehr beachtlich finde. Gerade auch wegen der politischen Hintergrundinfos ist dieses Buch für mich etwas Besonderes, weil es nicht nur eine Liebe in den Vordergrund stellt. Dafür gibt es genug Hefte für ein paar Cent.

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