Rezension: 8 Tage im Juni





Titel: 8 Tage im Juni
Autor: Brigitte Glaser
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: (D) 11,99 Euro
Meine Wertung: 2 Schmetterlinge
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»Jenny und Lovis leben nur wenige Kilometer voneinander entfernt und doch könnte ihr Leben nicht unterschiedlicher sein. Lovis' Vater hat viel Geld, Jenny dagegen ist in einer Sozialwohnung zu Hause und weiß oft nicht, von welchem Geld sie das nächste Abendessen kaufen soll. Dann wird Lovis an einer menschenleeren U-Bahn-Haltestelle von drei Jugendlichen zusammengeschlagen und auf die Gleise geschubst. Jenny beobachtet die Szene und zieht Lovis in letzter Sekunde zurück auf den Bahnsteig. Aber sie läuft weg, bevor die Polizei eintrifft, denn sie hat einen der Schläger erkannt: Es ist ein Junge, mit dem sie schon im Sandkasten gespielt hat. Während Jenny nicht weiß, wie sie sich verhalten soll, geht Lovis das fremde Mädchen einfach nicht aus dem Kopf. Als er ihren Schülerausweis in seinen Sachen findet, kann er endlich Kontakt zu seiner Retterin aufnehmen. Sie treffen sich - und zwei Welten prallen aufeinander. Doch die Schmetterlinge im Bauch lassen sich nicht ignorieren und so treffen sie sich wieder und wieder. In einer Woche im Juni, die alles auf den Kopf stellt ...«



Wie der Titel es schon vermuten lässt, spielt die Geschichte 8 Tage lang im Juni - das dem wirklich so ist hätte ich nicht gedacht.
Das ist auch einerseits sehr traurig, denn dadurch geschieht alles rasend schnell und die Autorin handelt den weiteren Verlauf extrem schnell ab - zu mal, wie ich finde, dadurch auch ein enormes Potenzial verloren geht.
Man kommt gerade noch so mit, das kürzlich Geschehene zu verarbeiten, da ist das Buch schon wieder viel weiter.

Negativ anmerken muss ich außerdem, dass die Protagonisten Jenny und Lovis echt furchtbar sind. Jenny überlegt und überlegt und weiß nicht, was sie will - dabei ist es doch so klar wie Kloßbrühe: Sie muss raus aus der Roten Burg und fort von ihrer gestörten Mutter! (Also das, was die allein alles im Buch gebracht hat... Das hätte ich mir nicht gefallen lassen)
Das Lovis stottert, aufgrund seines Traumas, störte mich überhaupt nicht - aber mich störte sein 'Verlangen' nach Jenny, obwohl er diese anfangs gar nicht kannte - und das nur, nicht ausschließlich, weil sie ihn gerettet hatte, sondern dieser Augenblick danach, als sie dort auf dem Boden lagen und sich in die Augen schauten... Kitsch pur und im Vergleich zum Restlichen Buch absolut unangebracht.

Da komme ich somit auch gleich zum Nächsten Punkt: die Gefühle. Was die Gefühle in dem Buch angeht, so fallen sie ziemlich mau aus und lassen zu wünschen übrig. Diesbezüglich geht alles viel zu schnell.

Brigitte Glaser versucht sich an einem teils Jugendlichen Slang, doch dabei heraus kommen veraltete Begriffe, die nicht ins Gesamtbild der heutigen Zeit passen und die keiner mehr verwendet - erst recht nicht die heutige Jugend, die hier doch eindeutig angesprochen werden soll. Das bezweckte keine allzu angenehme Lese-Atmosphäre und ich war mehrmals kurz davor, das Buch vorzeitig abzubrechen, weil es mir einfach zu blöd wurde.













Das Cover hingegen zu der Story gefällt mir gut - nur leider wird darauf das Bild eines unbeschwerten Sommer, einer glühenden Liebe vermittelt, das mal so gar nicht zum Plot passt.


Würde die Geschichte vielleicht 500 statt 270 Seiten umfassen, könnte ich drei Schmetterlinge vergeben - aber mir ging alles zu schnell, der Schreibstil ließ arg zu wünschen übrig und der Plot an sich ist auch nichts Besonderes, nichts Neues.

Somit vergebe ich 2 Schmetterlinge.



~ Einen herzlichen Dank an Bastei Lübbe für das wunderbare Rezensionsexemplar!


1 Kommentar:

  1. Klingt nach einem netten Buch trotz deiner Bewertung, welche ich dennoch wichtig finde.
    Vielen Dank für deine Post und deine ehrliche Meinung! Weiter so! :)
    Liebe Grüße

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