Rezension: Falling into you





Titel: Falling into You
Autor: Jasinda Wilder
Verlag: mtb (Mira Taschenbuchverlag)
Reihe: Erster Band (Falling into Us)
Preis:(D) 18,90 Euro
Meine Wertung: 3 Schmetterlinge
ISBN: 978 3 956 490 347
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„Ich verliebe mich nicht nur in dich, Nell, ich falle kopfüber in dich hinein. Du bist ein Meer, und ich ertrinke in den Tiefen deiner Seele.“ 

»Ich war nicht immer in Colton Calloway verliebt. Erst liebte ich seinen jüngeren Bruder. Kyle war auf alle erdenklichen Arten meine erste wahre Liebe. Dann, an einem stürmischen Augustabend, starb er durch meine Schuld, und der Mensch, der ich war, starb mit ihm. Colton nimmt mir nicht meinen Schmerz. Er lehrt mich, verletzt zu sein, verzweifelt zu sein. Doch kann er mich auch lehren, mir selbst zu vergeben?«












Nell erleidet eines abends eine schweren und sie tieftreffenden Schicksalsschlag: Kyle, seit ihrem ganzen Leben schon ihr bester Freund und später ihre erste große Liebe, stirb auf grausame Art und Weise bei dem Versuch, ihr das Leben zu retten
Dieser Schock, dieses Trauma, sitzt so tief, dass sich Nell nie traut, ihre Gefühle verbunden mit dem Tod von Kyle - Trauer, Verlust, Wut, Schuldgefühle - herauszulassen und sie stattdessen in sich hinein auffrisst und das Ganze nie verarbeiten kann.
Die alte Nell ist bei dem Unfall gestorben, übriggeblieben ist lediglich die Hülle ihres alten Ichs.
Bis sie eines Tages zufällig Colten - Kyles älteren Bruder - in New York auf seiner Gitarre spielend im Central Park wiederbegegnet. Zuletzt hatte sie ihn auf der Beerdigung von Kyle getroffen und schon damals ein merkwürdiges Prickeln in seiner Gegenwart vernommen...

Als erstes muss ich erwähnen, dass das, was über die Autorin und ihre sehr emotionalen Romane geschrieben wird, absolut stimmt. Sie hat regelrecht mit Gefühlen um sich geworfen nach dem Motto: lieber zu viel als zu wenig. Oh ja.
Aber das machte die Übergänge der einzelnen Handlungssituationen auch vergleichbar mit einem Sprung über den Grand Canyon... Die Emotionen explodieren wie Bomben und hinterlassen ein Chaos - ein Chaos an Fragen, wie zum Beispiel, warum Katy erst dann so plötzlich auf einmal merkt, dass Kyle ihre große Liebe ist, als er ihr seine Liebe quasi gesteht. Vorher hat sie anscheinend rein gar nichts gemerkt und dann bäm! auf einmal liebt sie ihn auch.
Oder später als Colton ihr hilft (er hat selbst seehr viel Scheiße erlebt) kann sie auf einmal - zum allerersten Mal seit Kyles Tod - über dessen Tod weinen und ihre Gefühle schon teilweise zulassen. Sonst nie. Nicht ein bisschen. Nix. Nada. Muss wahrscheinlich ihr Innerstes gewesen sein, dass auf einmal realisiert hat, dass sie sich in Colton verlieben könnte.
So zieht sich das mit den plötzlichen Erkenntnissen und starken Emotions-Ausbrüchen durch den gesamten Roman, der, wie ich finde, über einen Zeitraum von zwei Jahren glaube ich an gerade mal ein paar Szenen  spielt, nur dass in eben diesen immer viel erkannt und gehandelt wird.
Das hinterlässt den Eindruck, als ob der Roman nicht gerade viel Handlung besäße... Also so kommt es mir im Nachhinein jedenfalls vor.

Dann die Bettszenen. Also beiden denen am Ende ist mir fast schlecht geworden - dass Nell es inzwischen hart mag, habe ich kapiert, aber muss das als und als wieder erwähnt werden und so die Ernsthaftigkeit des Romans drastisch senken?!? Das hätte die Autorin auch nicht so derb und vulgär formulieren können, sondern bitte mit Stil, wenn solche Szenen schon mehrfach eine Rolle in dem Buch spielen. Generell habe ich dagegen nichts (schließlich gehört das zum Leben und wir sind ja alle keine Babys mehr, die noch glauben, dass das Bienchen das Blümchen bestäubt und dass das Kind dann vom Storch gebracht wird - wo ist da überhaupt die Logik...?) - nur gegen ihre... Art und Weise der Autorin.

Nell ist ein naives kleines Mädchen, das einfach mal lernen sollte, sich ihre Gefühle einzustehen und diese auch rauszulassen, um den Umfall verarbeiten zu können. Dass Ritzen und Alkohol nicht lange beim Versuch, das jahrelang zu verdrängen, nicht helfen, ist doch wohl klar wie Kloßbrühe. Also such dir einen Therapeuten oder erzähle endlich irgendjemandem davon - zum Glück gibt es Colton. Und dann erst ihre blöden Schuldgefühle... HALLO?!?! Nell du bist nicht an Kyles Tod Schuld! Dass Menschen immer für alles und jeden einen Sündenbock brauchen... *grmpf*










Das Cover ist schlicht und einfach gehalten, wobei die zwei Personen wahrscheinlich Nell und Colton darstellen sollen, zu dem Zeitpunkt als Colton ihr das mit dem in-sie-hineinfallen sagt. Denn er liebt sie nicht nur, sondern er fällt in sie hinein ;-)
Der Schriftzug des Titels gefällt mir gut und diese blaue Atmosphäre könnte ich mir durch die Verbindung hineinfallen=Wasser=Blau, weil Meer, erklären...










 Einerseits könnte ich als und als noch Dinge aufzählen, die mich an diesem Buch gestört haben, dennoch habe ich es fast in einem Rutsch durchgelesen, weil es auch nicht wirklich langweilig war... Dennoch: Mir ging das alles einfach viel zu schnell und dann diese ganzen Kleinigkeiten...
Darum vergebe ich 3 von 5 Schmetterlingen






~ Einen herzlichen Dank an Mira Taschenbuch und Blogg dein Buch für das wunderbare Rezensionsexemplar!







Liebste Grüße,
Eure





Rezension: Obsidian - Schattendunkel





Titel: Obsidian - Schattendunkel
Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Carlsen
Reihe: Erster Band
Preis:(D) 18,90 Euro
Meine Wertung: 5 Schmetterlinge
ISBN: 978 3 551 583 314
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»Ein dunkles Geheimnis scheint über dem winzigen Städtchen zu liegen, in das die siebzehnjährige Katy gerade erst umgezogen ist. Im umliegenden Gebirge sollen merkwürdige Lichter gesehen worden sein, leuchtende Menschengestalten ... Viel schlimmer findet die leidenschaftliche Buchbloggerin Katy jedoch, dass die nächste Bibliothek meilenweit weg ist und sie kein Internet hat. Bis sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ein Junge die Tür öffnet, so düster und geheimnisvoll wie der Ort selbst: Daemon Black.«











Tja mit unverschämten, bösen und arroganten Jungs habe ich es ja irgendwie... *hust*Damon Salvatore*hust* und dann noch immer dieser Humor! Zum Anbeißen :)

Durch Jennifer L. Armentrouts wunderbar zu lesenden Schreibstil, verflogen die Lesestunden nur so und ich laß das Buch in einem Rutsch durch.
Katy als die Protagonistin in diesem Buch mag zwar einen kleinen stereotypen Touch gehabt haben, aber das hat mich nicht weiter gestört - ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen und nicht selten wäre ich an ihrer Stelle gern in das Buch geschlüpft um mir mit Daemon einen kleinen Schlagabtausch, wie sie, zu liefern.
Daemon ist ein scheinbarer Bad Boy wie er im Buche steht (*lacht*) und kein Mädchen kann ihm wiederstehen. Doch im Verlauf des Buches zeigt sein Charakter auch mehr und mehr Tiefe und man kann als Leser langsam hinter seine Fassade schauen und lernt einige seiner Beweggründe kennen.
Ich bin definitiv wie es mit den beiden weitergehen wird! Vor allem, da man nie recht weiß, was Daemon als nächstes tun wird und wie Katy darauf reagiert! :D
Es bleibt spannend und ich darf mich riesig auf November freuen, weil da nämlich Onyx, der zweite Band, erscheinen wird.

Die Handlung an sich des Jugendbuchs steigert sich stetig und selbst das Ende kann diese nicht mindern, da sie gerade dort noch einmal richtig in Fahrt kommt. So viele Fragen kommen auf, ein paar werden beantwortet, die nächsten Antworten für den weiteren Band/weitere Bände (?) aufgespart. Dazu kommt, dass es sich in dieser Geschichte weder um Vampire, Werwölfe, Hexen, Feen, Dämonen oder sonst welche klassischen Figuren dreht, sondern um etwas in Anführungszeichen neues, in Anführungszeichen deshalb, weil ich sowas noch nicht gelesen habe, aber die Art der phantastischen Wesen auch nicht komplett neu erfunden ist - also der große umfassende Begriff... wenn mir bis hier hin noch jemand folgen kann :D
Und es gibt keine Dreiecksgeschichte!

Der Schreibstil der Autorin laß sich sehr angenehm und Jennifer L. Armentrout untermalte mit ihren schönen Beschreibungen und kreativen Ideen die ganze Kulisse und zauberte eine schöne Atmosphäre.










Das Cover haut mich jetzt zugegebener Maßen nicht wirklich aus den Socken, dennoch gefällt es mir trotzdem auch irgendwie :D Irgendwie gefällt mir sowieso fast jedes Buchcover... Aber es ist mal in etwas anderen Farben gehalten, wobei ich die Schatten der beiden Personen bemängeln muss und genau deswegen, weil der Typ so breite Schultern hat, rätsele ich schon länger, wer das um alles in der Welt sein soll...? Aber ich bin auch so ein großer Fan dieses Bokeh-Effekts :3 Und deswegen habe ich eben beschlossen, finde ich das Cover doch wunderschön :3










Obsidian hat mich sehr gut unterhalten und ist absolut lesenswert! Auch wenn es teilweise ein mini-minibisschen stereotyp (Bad Boy und braves Mädel...) herüberkommen mag, habe ich es in mein großes Leserherz geschlossen und freue mich schon sehnsüchtig auf den nächsten Band! Daemon *-*
Ich vergebe natürlich 5 von 5 Schmetterlingen!








Liebste Grüße,
Eure